Was ich vor HMY gemacht habe

 

Ursprünglich wollte ich seit dem ich 13 Jahre alt bin Innenarchitektin werden. Diesen Weg habe ich bis zum Ende meines Bachelor-Studiums auch zielstrebig und erfolgreich verfolgt. Aber dann kam alles ganz anders und im Kern wusste ich auch, dass das Arbeiten in einem Architekturbüro nicht mein Leben sein würde. Nach einem Kurzausflug in die Werbebranche, mit dem Versuch Werbetexterin zu werden, landete ich wieder in meiner Heimat Berlin und beschloss nur noch für Menschen zu arbeiten, die meine Wertedenke teilen. Ich arbeitete 2 Jahre lang im Service und Marketing für eine vegane Café-Kette und ein Clean-Eating-Restaurant. Dort fühlte ich mich zwar mit den Menschen sehr verbunden, doch ich suchte noch mehr.

Und fand es schließlich im Yoga.

 

Wo ich meine Yogalehrer-Ausbildung gemacht habe

 

Während des Marketing-Jobs für das vegane Restaurant beschloss ich bei Spirit Yoga eine Yogalehrerausbildung zu machen. Ich hatte schon vor Jahren den Dokufilm „Im Kopfstand zum Glück“ über die Ausbildung gesehen und erinnere mich noch gut an dieses besondere Gefühl, was ich dabei hatte. Patricia Thielemann’s Art und ihr Auftreten haben mich sehr angesprochen und obwohl ich sie vor der Ausbildung noch nie getroffen hatte, wusste ich, dass das der Weg war. Im Dezember 2015 war das Teacher Training beendet und wenige Monate danach startete ich neu durch in die Selbständigkeit mit Holy Moly Yoga. 

Praktiziere ich jeden Tag Yoga? 

 

Nun. Ja. Weil Yoga eine Lebenshaltung ist und für mich schon lange nicht mehr nur auf die Asana-Praxis reduziert ist. Als ich 2010 meine ersten Yogastunden genommen hatte, bedeutete Yoga für mich nichts anderes, als ein mal die Woche 90 Minuten auf einer orangenen Matte den Ansagen meiner ersten Lehrerin Caroline Schäfer-Wyneken zu folgen. Heute bedeutet Yoga für mich: Lebe so bewusst wie möglich und das in jedem Moment bei allem, was du tust. Ich "fühle mich Yoga“, wenn ich reflektiere, meditiere, Asanas praktiziere, bete, Intentionen setze, liebevolle Worte an jemanden richte, aus dem Herzen handle, im Wald spazieren gehe, etwas Schönes kreiere oder gestalte.

Ich „fühle mich nicht Yoga“, wenn ich vergesse, dass ich vertrauen darf, wenn ich zu hart mit mir selbst ins Gericht gehe, wenn ich jemandem Vorwürfe mache oder meinen Emotionen ausgeliefert bin, wenn ich die Verantwortung abgebe und in die Opferrolle gehe. 

Yoga ist meiner Wahrnehmung nach eine Lebensphilosophie. Und diese wandelt sich mit der eigenen Entwicklung analog ständig mit. In 10 Jahren werde ich auf diese Frage bestimmt nochmal etwas anderes schreiben.

Maria Marleen Reich

017631520681

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Berlin Friedrichshain